LRTimelapse 5 und Lightroom Classic CC

LRTimelapse 5
LRTimelapse 5 ist das Tool bzw. Plugin für Zeitraffer-Fotografen schlechthin. In erster Linie beseitigt das Programm unschönes Flackern, welches bei vielen Zeitraffer-Aufnahmen entsteht. Schieben sich beispielsweise Wolken vor die Sonne, reduziert sich die Helligkeit und es würde ein unschönes Flackern entstehen. Mit LRTimelapse können diese kleinen Helligkeitsunterschiede von Bild zu Bild angeglichen werden. Doch LRTimelapse kann mehr und ist im Prinzip für den ganzen Workflow zuständig, um zusammen mit Adobe Lightroom 6 oder Lightroom Classic CC aus den Einzelfotos eine Videodatei (MP4) zu erstellen. Für den privaten Gebrauch ist LRTimelapse 5 Free Evaluation* gedacht, diese Version ist komplett kostenlos. Hiermit lassen sich zwar nur Sequenzen mit bis zu 400 Bildern herausrechnen, doch das reicht in der Regel völlig aus, unsere einzelnen Timelapse-Clips haben meist um die 200 Bilder. Der Export ist mit dieser Version bis Full HD möglich, für 4K-Videos wird dann aber eine Lizenz erforderlich.

LRTimelapse 5: Die Neuerung

Über LRTimelapse 4 haben wir bereits in einem Beitrag berichtet. Doch was sind die Neuerungen in LRTimelapse 5? Das Interface wurde aufpoliert und sieht nun auf hochauflösenden Monitoren besser aus. Wer gleichzeitig mit mehreren Zeitraffer-Sequenzen arbeitet, sieht eine schöne grafische Oberfläche, wie weit der Fortschritt der einzelnen Szenen ist. Die Video-Previews in LRTimelapse 5 werden jetzt schneller berechnet, da das Programm jetzt alle CPU-Kerne verwendet und aktuelle PCs immer mehr Kerne besitzen. Auch ein Abspielen der Previews ist bereits möglich, während diese noch berechnet werden, wobei das Video natürlich stoppt, wenn der Teil erreicht wurde, der noch nicht berechnet wurde. Optimiert wurde auch der Export, denn jetzt können auch sehr viele Zeitraffer-Sequenzen hintereinander gerendert werden, ganz nach dem Motto „PC über Nacht anlassen und sich am morgen über viele gerenderte Timelapse-Clips freuen“.

LRTimelapse 5 kaufen

Ein Upgrade von LRTimelapse 4 auf LRTimelapse 5 ist möglich. Dabei kostet LRTimelapse 5 Private Lizenz* 58,31 Euro und LRTimelapse 5 Pro Lizenz* für den kommerziellen Gebrauch 153,51 Euro. Wer noch gar keine Lizenz von LRTimelapse besitzt, kann die Private Lizenz für 117,81 Euro oder die Pro Lizenz für 296,31 Euro kaufen. Wer professionelle Zeitraffer-Videos erstellen möchte, kommt an der Software nur schwer vorbei und auch die Free-Evaluation-Version bietet wie eingangs erwähnt tolle Möglichkeiten und ist sogar komplett gratis.

 

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LRTimelapse 4: Das Zeitraffer-Programm (+ Video)

Update vom 23.02.2018: LRTimelapse 5

LRTimelapse 5 ist ab sofort erschienen. Über die Neuerungen haben wir einen Artikel verfasst, schaut euch also den Artikel zu LRTimelapse 5 unbedingt an.
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Update vom 02.12.2017: LRTimelapse 4.8 mit Unterstützung für Lightroom CC Classic

Die aktuelle Version von LRTimelapse mit der Versionsnummer 4.8 unterstützt jetzt auch das neue Lightroom CC Classic. Windows-Versionen die älter sind als 4.7.5 sollten vorher deinstalliert werden, bevor LRTimelapse 4.8 installiert wird. Natürlich unterstützt LRTimelapse auch weiterhin ältere Lightroom-Versionen ab Lightroom 4. LRTimelapse überstützt jetzt auch die neuen Range Masks. In meinem ersten Test funktioniert LRTimelapse mit dem neuen Lightroom CC Classic einwandfrei, ein Zeitraffer-Video vom Christkindlesmarkt in Nürnberg habe ich auf diese Weise erfolgreich bearbeitet.

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Das Zeitraffer-Programm LRTimelapse 4.0 (Pro) ist kurz nach dem Release von Adobe Photoshop Lightroom 6 erschienen, sodass das Timing für Neueinsteiger nicht besser sein könnte. LRTimelapse 4 vereinfacht die Erstellung von Zeitraffer-Videos und ist in Kombination mit Lightroom 6/CC das ideale Werkzeug für Timelapse-Fotografen. Von der Software LRTimelapse 4 gibt es für den privaten Gebrauch eine völlig kostenlose Free-Evaluation-Version*, die unter anderem darin beschränkt ist, dass nur Bildsequenzen mit maximal 400 Bildern bearbeitet werden können – damit keine Langeweile aufkommt haben unsere Zeitraffer-Szenen übrigens selten mehr als 200 Bilder. Die LRTimelapse Private License* kostet dagegen 117,81 Euro und bietet zusätzliche Funktionen wie 4K-Unterstützung. Für den kommerziellen Gebrauch ist dagegen die LRTimelapse 4 Professional License* (296,31 Euro) vorgesehen (8K-Support, H.265-Export, eigene Wasserzeichen etc.).

Wozu brauche ich überhaupt LRTimelapse 4?

Mit dem Zeitraffer-Programm LRTimelapse ist es in Kombination mit Lightroom möglich, aus den bei einem Zeitraffer erstellten Einzelbildern ein einzelnes Zeitraffer-Video zu erstellen. Dabei hilft LRT dabei die Szene zu bearbeiten und für optimale Übergänge zwischen den Bildern zu sorgen. Besteht eine Zeitraffer-Sequenz beispielsweise aus 200 Einzelbildern, werden zunächst Keyframes ermittelt. Keyframes sind bedeutende Frames eurer Sequenz, die einzeln bearbeitet werden sollten (z. B. Bild Nummer 1, Nummer 100 und Nummer 200), damit später automatisch ein Übergang zu den anderen Bildern berechnet wird. Vor allem bei sich stark ändernden Helligkeitswerten ist es sinnvoll, mehrere Einzelbilder (Keyframes) zu bearbeiten, die später aneinander angeglichen werden.

Die aus unserer Sicht wohl wichtigste Funktion von LRTimelapse heißt „Deflicker“ und ist für professionelle Zeitrafferfilme wichtig. Einzelbilder sind nicht immer exakt gleich hell, was mehrere Gründe haben kann. Vorbeifliegende Wolken lassen beispielsweise unterschiedlich viel Licht durch und so kann es zu minimalen Helligkeitsschwankungen zwischen den Bildern kommen, welches als störendes Flickern wahrgenommen wird. Auch eine kleine Blende wie f/8 begünstigt ein Flickern. Empfehlenswert sind daher immer Aufnahmen mit Offenblende (z. B. f/2.8) soweit es das Objektiv zulässt. Bei der Belichtungszeit sollten ihr darauf achten, dass diese möglichst lang ist (ideal wären also 1/40 Sekunde und nicht 1/1000 Sekunde), damit Flickern nicht zu stark auftritt. Dennoch kann Flickern oftmals nicht völlig verhindert werden, weshalb LRTimelapse hier so wertvoll ist. Nachfolgend ein kleines Demo-Video, in dem dieser Effekt demonstriert wird.

 

Weiterhin können mit LRTimelapse Belichtungssprünge ausgeglichen werden, die bei der Aufnahmemethode „Heiliger Gral“ entstanden sind. Möchte man also ein Zeitraffervideo vom Tag in die Nacht aufnehmen, muss man während der Timelapse-Aufnahme immer wieder die Belichtungszeit verändern. Die Abstufungen sind allerdings nicht fein genug, sodass der Zuschauer die Abstufungen ohne Bearbeitung wahrnehmen würde. Abhilfe schafft auch hier LRTimelapse 4.

Beim MP4-Export hilft LRTimelapse das Video zu rendern. So kann unter anderem die Auflösung oder die Bildwiederholrate eingestellt werden. Sehr praktisch ist auch die Funktion „Speed“, da so die Zeitrafferaufnahme beschleunigt werden kann, wenn man später beispielsweise feststellt, dass man nicht alle zwei Sekunden, sondern alle vier Sekunden ein Bild hätte aufnehmen sollen.

Warum ist LRTimelapse und Lightroom 6 nicht nur für Zeitraffer-Fotografen interessant?

Ein absolutes Killer-Feature ist auch die Funktion „Video Workflow“, welche nicht nur für Zeitraffer-Fotografen interessant ist. Damit können Videodateien, die beispielsweise mit einer Spiegelreflexkamera, einem iPhone oder einem Camcorder aufgenommen wurden, in Einzelbilder zerlegt werden, um die Sequenz anschließend mit Lightroom 6 bearbeiten zu können. Natürlich kann man Videos auch in der Videoschnittsoftware bearbeiten, doch diese bietet längst nicht so umfangreiche Möglichkeiten, wie dies Lightroom 6 samt LRT ermöglichen. Wer also Zeitraffer-Sequenzen mit normalen Videoaufnahmen vermischen möchte, findet nun endliche eine brauchbare Möglichkeit, um hier den gleichen Look zu bekommen. Auch Lightroom-Presets können problemlos angewendet werden. In dem Video weiter oben ist auch eine Szene zu sehen, die auf diese Weise bearbeitet wurde.

Welche Neuerungen bietet LRTimelapse 4.0?

Neu in der Version 4.0 von LRTimelapse sind u. a. die visuellen Vorschauen, damit die Bearbeitung in Echtzeit angeschaut werden kann. Auch die Exportmöglichkeiten wurden erweitert (ProRes, H.265 und 8K). Besitzer von Lightroom 6 oder Lightroom CC werden sich über das Lightroom-Plugin freuen, womit ein schnelleres Rendern möglich ist. Generell ist die Unterstützung der neuen Lightroom-Version ein Thema bei LRT 4.

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Christkindlesmarkt Nürnberg im Zeitraffer

Am 1. Dezember 2017 ist die Eröffnung des Christkindlesmarkts in diesem Jahr in Nürnberg. Letztes Jahr war ich vor Ort in Nürnberg und habe viele Bilder erstellt, die ich dann wie ein Daumenkino zu einem Zeitrafferfilm zusammengesetzt habe. Da die Fotos sehr hochauflösend waren, habe ich gleich eine Ultra-HD-Version zusammengeschnitten. Falls ihr also einen 4K-fähigen Fernseher oder Monitor besitzt, stellt bei Youtube unbedingt 4K ein.

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist übrigens mit rund 2,5 Millionen Besuchern einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Im Advent findet ihr den Christkindlmarkt in der Altstadt auf dem Hauptmarkt. Besucher aus der ganzen Welt lassen sich dieses Ereignis nicht entgehen und reisen dafür extra an. Der Weihnachtsmarkt endet immer am 24. Dezember. Genug der Worte, jetzt wünsche ich viel Spaß mit dem kurzen Clip und hoffe, dass ihr damit gleich in Weihnachtsmarkt-Stimmung kommt.

 

Canon DSLR Kamera: Auslösungen mit Magic Lantern auslesen

Magic Lantern zeigt im Gegensatz zu EOS Camera Info auch die Live-View-Nutzung an.

Wie ihr mit EOS Camera Info die Auslösungen eurer Canon-Kamera mit einem PC auslesen könnt, habe ich euch schon in diesem Artikel gezeigt. Wäre es nicht praktisch, wenn ihr jederzeit direkt in der Kamera die bereits gemachten Auslösungen anzeigen könntet? Das Zauberwort heißt Magic Lantern und wird von mir seit Jahren auf meiner Canon EOS 600D und der Canon EOS 6D eingesetzt. Während Canon EOS Camera Info v1.2 nur die tatsächlichen Auslösungen anzeigt, erfahrt ihr mit Hilfe von Magic Lantern auch, wie viele Live-View-Aktionen mit eurer Kamera ausgeführt werden, zumal dies den Verschluss genauso belastet. Magic Lantern zeigt auch an, für wie viele Auslösungen euer Kameramodell vermutlich ausgelegt ist.

Was ist Magic Lantern überhaupt?

Magic Lantern ist eine von der Community erstellte Firmware, die Canon-Spiegelreflexkameras um viele Funktionen erweitert. Bei der Installation geschehen natürlich alle Arbeiten auf eigene Gefahr. Magic Lantern wird von Canon offiziell nicht unterstützt, d. h. unter Umständen verliert ihr die Garantie, wenn ihr Magic Lantern installiert. Mir ist jedoch kein Fall bekannt, bei dem ein User seine Kamera mit der Installation von Magic Lantern beschädigt hat.

Welche Kameras werden von Magic Lantern unterstützt?

Für die beliebtesten Canon-Kameras steht Magic Lantern zur Verfügung, die Community arbeitet auch immer daran brandneue Kameras zu unterstützen. Derzeit werden folgende Kameras unterstützt:
– Canon EOS M
– Canon EOS 1100D
– Canon EOS 500D
– Canon EOS 550D
– Canon EOS 600D
– Canon EOS 650D
– Canon EOS 700D
– Canon EOS 50D
– Canon EOS 60D
– Canon EOS 6D
– Canon EOS 7D
– Canon EOS 5D Mark II
– Canon EOS 5D Mark III

Außerdem wird gerade an Versionen für die Canon EOS 70D, EOS 1200D und EOS 100D gearbeitet.

Welche Features bietet Magic Lantern?

Mit Magic Lantern könnt ihr, wie schon erwähnt, direkt die Auslösungen in Kamera-Menü auslesen. Ist Magic Lantern nämlich erst mal installiert, drückt ihr die „Mülleimer“-Taste, um in das neue verstecke Menü zu kommen. Im Menüpunkt „Debug“ könnt ihr unter „Shutter Count“ die Anzahl der bereits gemachten Auslösungen sehen. Magic Lantern bietet je nach Kameramodell eine große Anzahl von neuen Features, einige wenige möchte ich mal aufzählen. Bei meiner Canon EOS 6D wird nun beispielsweise neben dem Akkusymbol auch eine Prozentanzeige mit der verbleibenden Akkukapazität angezeigt, was ich gerade auf Hochzeiten sehr praktisch finde, denn vier Balken sind nicht sehr aussagekräftig und die Prozentanzeige findet man sonst über Umwege nur im Canon-Menü. Weiterhin wird auf dem Hauptbildschirm eine Uhr angezeigt und man erfährt auch welcher ISO-Bereich im Auto-Modus vorgegeben wurde. Im Magic-Lantern-Menü selbst (Mülleimer-Taste drücken!), stehen dann weitere Overlays zur Auswahl (Zebras, Cropmarks, Histogram usw.). Wer Zeitrafferaufnahmen ohne Fernauslöser machen möchte, findet unter „Shoot“ den Menüpunkt „Intervalometer“, mit dem sich z. B. einstellen lässt, dass 200 Bilder im Abstand von zwei Sekunden geschossen werden sollen. Ansonsten richten sich viele Features vor allem an User, die mit der DSLR Filmaufnahmen machen.

Wie wird Magic Lantern installiert?

Die Installation von Magic Lantern ist auch für Laien sehr einfach durchzuführen. Zunächst schaut ihr auf der Magic-Lantern-Webseite vorbei, ob eurer Kameramodell aufgeführt ist und welche Firmware-Version auf eurer Canon-DSLR installiert sein sollte. Habt ihr eine ältere Firmware drauf, müsst ihr unbedingt sicherstellen, dass ihr die genannte Firmware-Version von Canon installiert habt. Klickt nun auf das Kameramodell und startet mit einem Klick auf das grüne Icon den Download der ZIP-Datei. Entpackt diese Zip-Datei und kopiert danach den Inhalt (bei meiner 6D sind das: Ordner „ML“, „autoexec.bin“ und „ML-SETUP.FIR“) auf eine frisch formatierte SD-Karte. Steckt die SD-Karte nun in eure Kamera und stellt sicher, dass der Akku vollgeladen ist. Ruft jetzt das Canon-Menü auf und wechselt in den Menüpunkt mit dem Schraubenschlüssel. Dort solltet ihr einen Eintrag „Firmware-Ver.“ sehen. Daneben steht die aktuelle Versionsnummer. Dies ist noch mal die Möglichkeit zu überprüfen, ob ihr die richtige Basis-Firmware installiert habt. Drückt die „Set“-Taste, um den Firmware-Vorgang zu starten. Wartet einen Augenblick und nach wenigen Sekunden solltet ihr eine Meldung erhalten, dass Magic Lantern erfolgreich installiert wurde und ihr die Kamera neu starten sollt. Ihr seht auch einen Counter, ist dieser abgelaufen, wird Magic Lantern automatisch wieder deinstalliert. Auf diese Weise könnt ihr Magic Lantern also auch wieder loswerden. Alternativ könnt ihr aber auch einfach die SD-Karte formatieren, dann wird Magic Lantern auch nicht mehr geladen.

Über dieses Menü könnt ihr die Firmware-Version überprüfen und auch die Firmware aktualisieren.

Fazit und Vergleich mit Canon EOS Camera Info v1.2

Magic Lantern bietet die beste Möglichkeit, um euch über den Zustand eurer Kamera zu informieren, zumal es im Gegensatz zu EOS Camera Info auch die Live-View-Aktionen mitzählt. Beide Tools lesen aber bei meinem Test mit einer EOS 6D und einer EOS 600D zuverlässig die Auslösungen aus und geben exakt den gleichen Wert an. Besitzt ihr ein Kameramodell das von Magic Lantern unterstützt wird, solltet ihr die Mod-Firmware auch wegen den unzähligen anderen Features installieren.

Wie fandet ihr meine Tipps und konntet ihr Magic Lantern erfolgreich installieren? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Sensorreinigung bei Canon oder Nikon DSLR selbst durchführen

Eine Sensorreinigung bei Canon- und Nikon-Kameras kann man auch selbst durchführen.

Als Hochzeitsfotograf ist man viel in der Natur unterwegs und muss natürlich auch oft das Objektiv wechseln. Dabei ist es fast unmöglich den Sensor vor Verschmutzungen zu bewahren. Daher steht bei mir regelmäßig eine Sensorreinigung an, um störende schwarze Flecken auf den Hochzeitsfotos zu vermeiden. Allerdings schicke ich meine Kamera nur ungern zum Hersteller oder gebe diese in einem Fachgeschäft in Nürnberg zum Reinigen ab, zumal dieses Verfahren sehr zeitaufwendig und auch teuer ist. Bei Canon kostet eine Sensorreinigung aktuell beispielsweise 39 Euro bzw. 59 Euro bei Vollformat-Kameras. Ich denke bei Nikon sind die Preise ähnlich. Deutlich flexibler ist man, wenn man die Sensorreinigung selbst vornimmt. Dieses Verfahren ist einfacher als man zunächst annimmt und selbst für einen Laien in ein paar Minuten zu bewerkstelligen. Durch etwas Recherche im Internet bin ich auf das Eyelead Sensor Adhäsionstupfer-Kit* aufmerksam geworden. Bei Amazon* ist dieses Reinigungsset für etwa 40 Euro erhältlich. Selbst der Kamerahersteller Leica, der für seine sehr hochpreisigen Kameras bekannt ist, wendet im Service dieses Reinigungsverfahren an, wie dieses Youtube-Video zeigt. Dieses Verfahren hat sich also anscheinend bewährt. Wie die Anwendung damit genau funktioniert, zeige ich euch nun.

Wie verschmutzt ist mein Canon- oder Nikon-Sensor überhaupt?

Um herauszufinden wie stark die Sensorverschmutzungen sind und auch um zu belegen, ob die Reinigung etwas gebracht hat, müssen wir zunächst ein Testfoto erstellen. Dazu stellen wir die Blende im Av-Modus auf f22, ISO auf 100 und deaktivieren den Autofokus am Objektiv. Über die manuelle Fokussteuerung drehen wir bis zum Anschlag am Rad – und zwar in die Richtung entgegen unendlich. Ist euch das zu kompliziert, macht ihr einfach ein Foto mit dem Fokusrad ganz nach links bis zum Anschlag und ein Foto ganz nach rechts bis zum Anschlag. Nun fotografieren wir eine weiße Wand und bewegen dabei die Kamera hin und her, um die Struktur der Wand zu verschleiern. Die Verschmutzungspartikel bleiben aber immer an der gleichen Stelle und das werdet ihr auch später an den Vergleichsfotos sehen. Dieses Foto öffnet ihr nun beispielsweise mit Lightroom und spielt etwas mit den Schiebereglern „Weiß“ und „Schwarz“ herum, um die Verschmutzungen besser sichtbar zu machen – es geht aber auch ohne Bearbeitung. Die gleichen Einstellungen wenden wir später auch beim Foto nach der Reinigung an.

So funktioniert die Sensorreinigung

Als erstes bereiten wir die Sensorreinigung vor und entnehmen aus dem Eyelead-Set einen der insgesamt zehn Klebestreifen. Da uns auch die Hälfe eines Klebestreifens locker ausreicht und wir so bis zu 20 Mal die Kamera reinigen können, schneiden wir den Klebestreifen in der Mitte durch. Danach entfernen wir die Schutzfolie vom Klebestreifen, achten jetzt aber genau darauf, wo wir den Klebeseite angefasst haben, denn diese Stelle ist in Zukunft für den Tupfer tabu. Danach entfernen wir die Plastikschutzhülle vom Adhäsionstupfer und legen den Tupfer an einer Ecke des Klebestreifens ab, um den Tupfer von Staub und Schmutz zu befreien, denn im Auslieferungszustand ist der Tupfer durch die Plastikhülle nicht hundertprozentig sauber.

Als Canon-Unser geht man nun ins Kameramenü und wählt den Menüpunkt „Sensorreinigung“ aus. Auch bei Nikon-Kameras gibt es dafür ein System-Menü „Inspektion/Reinigung“. Im nächsten Schritt wählt man „Manuelle Reinigung“ aus, damit der Spiegel hochklappt und der Sensor freiliegt. Nun ist es an der Zeit das Objektiv zu entfernen und wir erhalten einen Blick auf den freien Sensor. Tipp: Führt die Sensorreinigung generell an einem ziemlich staubfreien Ort aus, also ein Schlafzimmer ist dafür deutlich schlechter geeignet als ein Arbeitszimmer. Mit dem Tupfer fahren wir nun die komplette Sensorfläche systematisch ab, drücken aber nicht zu fest auf den Sensor, um diesen nicht zu beschädigen. Danach reinigen wir den Tupfer mit dem Klebestreifen und wiederholen den Vorgang. Zwei bis drei Wiederholungen sollten ausreichen, um den Sensor zu reinigen. Alle Arbeiten geschehen natürlich auf eigene Gefahr.

Eyelead Sensor Adhäsionstupfer-Kit

Wie bewertet man nun das Reinigungsergebnis?

Nachfolgend seht ihr ein Bild vor und nach der Reinigung meiner Canon EOS 6D. Lasst euch von den Farben nicht ablenken, ich habe das nur so dargestellt, um das Ergebnis besser zu zeigen. Nach der Reinigung sieht man deutlich weniger Sensorflecken. In meinem Fall sind einige Sensorflecken an der Oberseite und ganz rechts am Bildrand geblieben. Diese Flecken sind aber zu Demonstrationszwecken ideal, da gut zu sehen ist, dass sich die verbliebenen Verunreinigungen exakt an der gleichen Stelle befinden und sich die Ränder etwas schwieriger reinigen lassen. In meinem Fall könnte ich den Vorgang jetzt wiederholen oder warte einfach ab, bis wieder ein paar mehr Flecken auf dem Sensor sind, damit sich eine Reinigung auch wieder lohnt.

Konntet auch ihr eure Canon- oder Nikon-Kamera auf diese Weise erfolgreich reinigen, wäre ich euch über einen Kommentar unter dieser Meldung dankbar.

Vor der Sensorreinigung
Nach der Sensorreinigung

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Auslösungen auslesen bei Nikon-DSLRs

Als Hochzeitsfotograf setze ich auf Spiegelreflexkameras von Canon, möchte aber trotzdem mal darauf eingehen, wie die Auslösungen bei Nikon-Kameras ausgelesen werden, zumal ich auch berichte, wie man die Auslösungen bei Canon-DSLRs ausliest. Gerade wer eine gebrauchte Kamera bei Ebay und Co. kauft oder verkauft sollte sich darüber informieren, wie viele Auslösungen eine Kamera schon geschafft hat. Beim Autokauf interessiert sich der Kunde ja auch für den Kilometerstand. Außerdem wäre es toll, wenn ihr einen Kommentar hinterlasst und die aktuelle Zahl der Auslösungen bei eurer Nikon-Kamera nennt, um anderen Lesern ein Gefühl zu vermitteln, wie viele Auslösungen Nikon-Kameras auf jeden Fall schaffen sollten. Bei Nikon-Kameras lassen sich die Auslösungen recht einfach auslesen, da der Hersteller diese Daten direkt in den EXIF-Bilddateien speichert.

Nikon: Auslösungen mit Photoshop CC anzeigen

Öffnet zuerst eine JPG- oder RAW-Datei im NEF-Format. Danach klickt ihr auf „Datei“ – „Dateiinformationen“ oder verwendet das Tastenkürzel „STRG + Umschalt + Alt + I“. Im linken Auswahlmenü klickt ihr nun auf „Raw-Daten“ und sucht nach dem Eintrag „aux:ImageNumber“.

Auslösungen mit Photoshop CC ermitteln

Nikon: Auslösungen mit Photoshop CS6 oder älter ermitteln

Bei älteren Photoshop-Versionen öffnet ihr ebenfalls die „Dateiinformationen“, klickt dann aber auf „Erweitert“ und dann auf „Schema“, um die „ImageNumber“ zu sehen. Bei Photoshop CS6 heißt der Menüpunkt „RAW-Daten“.

Auslösungen mit Photoshop CS6 ermitteln

Nikon: Auslösungen mit Irfanview (Freeware) anzeigen

Das kostenlose Tool Irfanview (Download) ist neben Lightroom und Photoshop ein für mich unverzichtbares Programm und ist vor allem beim Aussortieren von Bildern extrem schnell und hilfreich oder bei der Stapelverarbeitung (Größe ändern, umbenennen etc.) eine große Hilfe. Auch hier öffnet man mit Irfanview zunächst eine JPG-Datei. Anschließend wählt ihr bei „Bild“ den Menüpunkt „Information“ an oder drückt einfach die Taste „I“. In diesem Fenster klickt ihr nun auf den Button „EXIF Daten“. Dort scrollt ihr fast ganz nach unten und lest den Wert der Auslösungen bei „Total pictures“ aus.

Auslösungen mit Irfanview ermitteln


Nikon-Kameras, deren Auslösungen erfolgreich ausgelesen werden konnten:

– Nikon D3
– Nikon D4
– Nikon D40x
– Nikon D70
– Nikon D80
– Nikon D300
– Nikon D500
– Nikon D600
– Nikon D700
– Nikon D750
– Nikon D800
– Nikon D810
– Nikon D5100
– Nikon D5200
– Nikon D5300
– Nikon D7200

Mobile Datensicherung für Fotos direkt von SD-Karte

Festplatte mit Akku und SD-Slot

Als Hochzeitsfotograf ist mir ein mobiles Backup der gemachten Fotos auch während des Veranstaltungstages sehr wichtig. Eine SD-Karte geht zwar eher selten kaputt, doch ein ungutes Gefühl bleibt, wenn man sich nur auf ein Speichermedium verlässt. Profikameras verfügen zwar über zwei Speicher-Slots, doch auch in diesem Fall könnte die Kamera theoretisch in einen See fallen, sodass die Aufnahmen dann womöglich nicht mehr zu retten sind. Also habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Gerät gemacht, das möglichst kompakt ist und in der Fototasche wenig Platz einnimmt. Auch möchte ich nicht immer ein Notebook mitschleppen, um die Daten zu sichern, schließlich ist das Handling zu zeitraubend. Nach langer Suche haben inzwischen passend zu Weihnachten zwei Produkte vom Speicherspezialisten Western Digital den Weg in meine Fototasche gefunden, die ich euch näher erläutern möchte. Vor allem das My Passport Wireless ist dank SD-Kartensteckplatz ein ziemlich geniales Produkt, das aber nur die wenigsten Fotografen kennen.

WD My Passport Wireless: Integrierter SD-Kartensteckplatz

Beim My Passport Wireless handelt es sich um eine mobile Festplatte (erhältlich mit 500 GB, 1 TB und 2 TB) mit integriertem Akku und SD-Kartensteckplatz. Einfacher könnte eine Datensicherung kaum sein. Zunächst wird das Gerät eingeschaltet und signalisiert über eine LED den Batteriestatus (blau = 100 %, grün = 75 %, orange = 50 % und rot = 15 %). Danach wird die SD-Karte einfach seitlich in das Gerät gesteckt und schon beginnt das automatische Backup. Dem Anwender wird signalisiert, dass der Kopiervorgang läuft, indem die blaue WLAN-LED nun nicht mehr blau leuchtet, sondern weiß blinkt bis der Kopiervorgang abgeschlossen ist. In meinem Test mit einer sehr schnellen Sandisk Extreme Pro mit 95 MB/s hat das Gerät für 500 Fotos die 1,32 GB groß waren genau zwei Minuten gebraucht. Um später an die Fotos zu kommen, schließt man das Gerät einfach per USB-Kabel an den PC an und euch wird das Gerät wie ein USB-Stick angezeigt.

Über die WD-Benutzeroberfläche kann dabei übrigens festgelegt werden was nach dem Einschieben der SD-Karte passieren soll. Dabei wird das Gerät per WPS einfach mit einem Router wie einer Fritzbox verbunden, sodass dann über die IP die Benutzeroberfläche aufgerufen werden kann. Für ein Backup empfiehlt sich natürlich der Importmodus „Kopieren“. Werden die Bilder von der SD-Karte importiert und die SD-Karte dann wieder in der Kamera verwendet, um neue Fotos aufzunehmen, werden beim nächsten Backup auf die WD My Passport Wireless lediglich die neuen Bilder kopiert. Für lange Urlaubsreisen ist die Backup-Lösung ebenfalls interessant, falls der Platz auf den SD-Karten knapp werden sollte, schließlich bieten die bis zu 2.000 GB extrem viel Platz für Fotos und Videos.

Doch nicht nur für SD-Karten-Backups ist My Passport Wireless geeignet. So lassen sich dank WLAN diverse Daten wie Bilder, Videos oder Musik drahtlos an PC, Tablet oder Smartphone übertragen. Unterstützen Geräte wie ein Fernseher DLNA/UPnP, ist auch das streamen von den Medien möglich. Wie man sieht ist das WD-Gerät also ein mächtiges Werkzeug für viele Einsatzzwecke, das in meiner Fototasche bei Hochzeiten oder Zeitraffer-Aufnahmen nicht mehr fehlen darf.

Grundeinstellungen über die Benutzeroberfläche

WD My Passport Pro: RAID-Datensicherung mit Thunderbolt-Port

Einen ganz anderen Einsatz verfolgt WD mit dem Gerät My Passport Pro. Dabei handelt es sich um eine portable Festplatte für den Thunderbolt-Port bei Macbooks. Laut Hersteller sind so Übertragungsraten von bis zu 233 MB/s möglich. Ein Netzteil ist nicht erforderlich, denn die Stromversorgung erfolgt ebenfalls über den Thunderbolt-Anschluss. Das entsprechende Kabel ist direkt im Gerät integriert. Als Anwender kann man dabei selbst wählen, ob die zwei verbauten Festplatten im RAID 0- oder RAID-1-Modus betrieben werden. Wer auf eine hohe Datensicherheit Wert legt wählt RAID 1, da so die Daten automatisch gespiegelt werden. Allerdings wird so auch die Kapazität halbiert, da sich nun auf beiden Festplatten die gleichen Daten befinden.

Thunderbolt-Lösung für Macbooks

Light Hunter: Beeindruckender Film mit vielen Zeitraffer-Aufnahmen

Stefan Forster ist ein Natur- und Landschaftsfotograf aus der Schweiz und hat mit dem Film Light Hunter einen beeindruckenden Film veröffentlicht, den wir euch an dieser Stelle wärmstens empfehlen wollen. Die Dokumentation hat eine Länge von 57 Minuten und zeigt beeindruckende Naturaufnahmen von Island. Dabei erzählt Stefan Forster in Schweizerdeutsch seine Erfahrungen und Erlebnisse aus Island – Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch sind verfügbar. Fotografen dürfen bei der Dokumentation auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Viele Aufnahmen wurden mit einer Drohne oder besser gesagt einem selbstgebauten Oktokopter erstellt, an den eine Nikon-Spiegelrefelxkamera drangehängt wurde. Die dadurch entstandenen Luftaufnahmen haben eine sagenhafte Qualität, da können beliebte Consumer-Drohnen wie die DJI Phantom 3 nicht mithalten. Die Leidenschaft zu fotografieren kommt in diesem Film wunderbar rüber. Dabei gerät Stefan Forster für das perfekte Bild nicht selten in lebensgefährliche Situationen.

Hier geht es zum Video bei Vimeo!

Auch dem Thema Zeitrafferaufnahmen widmet Stefan Forster ein Kapitel. Besonders die Polarlichter in Island wurden dabei wunderschön eingefangen. Als Stilmittel werden Timelapse-Sznen im Film immer wieder eingesetzt und ergänzen die Landschafts- und Flugaufnahmen. Wer den sehr sympathischen Fotografen unterstützen möchte, kann den kompletten Film bei Vimeo für wenig Geld ausleihen oder als Download erwerben.

Quelle: www.stefanforster.com

Quelle: www.stefanforster.com

Zeitraffer Blutmondfinsternis

Heute Nacht kam der Mond der Erde besonders nahe. Diesen Supermond gibt es einmal im Jahr, wenn die Entfernung zur Erde mit 356.000 Kilometern besonders nahe ist. Zugleich gibt es eine Blutmondfinsternis, dabei erscheint der Mond am Himmel rot. Wir haben ein Zeitraffer-Video von diesem Ereignis gemacht, erste Bilder davon gibt es hier.

 

Yellowstone Nationalpark – Ein Paradies für Fotografen und Zeitrafferaufnahmen

Der älteste und wohl auch berühmteste Nationalpark der USA ist im Prinzip nichts Anderes als ein aktiver Supervulkan. Glücklicherweise liegt der letzte Ausbruch ca. 640.000 Jahre zurück. An Hand der zahlreichen Geysire und heißen Quellen im Park merkt man aber deutlich, dass unter der Erde viel in Bewegung ist. Ein erneuter Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit, mit unvorstellbaren Folgen für unseren ganzen Planeten. Bis es soweit ist dauert es hoffentlich noch und bis dahin bietet sich uns auf knapp 9.000 Quadratkilometer ein einzigartiges und abwechslungsreiches Landschaftsbild und eine faszinierende Tierwelt. Für jeden Fotografen ein Ort unbegrenzter Möglichkeiten und glücklicherweise hat bei unserem Besuch auch das Wetter mitgespielt!

Nachfolgend findet ihr einige Bilder in unserer Galerie. Die Bilder sind vom 07.09.2015 bis zum 10.09.2015 entstanden.