Dez 16 2015

Light Hunter: Beeindruckender Film mit vielen Zeitraffer-Aufnahmen

Stefan Forster ist ein Natur- und Landschaftsfotograf aus der Schweiz und hat mit dem Film Light Hunter einen beeindruckenden Film veröffentlicht, den wir euch an dieser Stelle wärmstens empfehlen wollen. Die Dokumentation hat eine Länge von 57 Minuten und zeigt beeindruckende Naturaufnahmen von Island. Dabei erzählt Stefan Forster in Schweizerdeutsch seine Erfahrungen und Erlebnisse aus Island – Untertitel in Deutsch, Englisch und Französisch sind verfügbar. Fotografen dürfen bei der Dokumentation auch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Viele Aufnahmen wurden mit einer Drohne oder besser gesagt einem selbstgebauten Oktokopter erstellt, an den eine Nikon-Spiegelrefelxkamera drangehängt wurde. Die dadurch entstandenen Luftaufnahmen haben eine sagenhafte Qualität, da können beliebte Consumer-Drohnen wie die DJI Phantom 3 nicht mithalten. Die Leidenschaft zu fotografieren kommt in diesem Film wunderbar rüber. Dabei gerät Stefan Forster für das perfekte Bild nicht selten in lebensgefährliche Situationen.

 

Auch dem Thema Zeitrafferaufnahmen widmet Stefan Forster ein Kapitel. Besonders die Polarlichter in Island wurden dabei wunderschön eingefangen. Als Stilmittel werden Timelapse-Sznen im Film immer wieder eingesetzt und ergänzen die Landschafts- und Flugaufnahmen. Wer den sehr sympathischen Fotografen unterstützen möchte, kann den kompletten Film bei Vimeo für wenig Geld ausleihen oder als Download erwerben.

Quelle: www.stefanforster.com

Quelle: www.stefanforster.com

Sep 28 2015

Zeitraffer Blutmondfinsternis

Heute Nacht kam der Mond der Erde besonders nahe. Diesen Supermond gibt es einmal im Jahr, wenn die Entfernung zur Erde mit 356.000 Kilometern besonders nahe ist. Zugleich gibt es eine Blutmondfinsternis, dabei erscheint der Mond am Himmel rot. Wir haben ein Zeitraffer-Video von diesem Ereignis gemacht, erste Bilder davon gibt es hier.

 

Sep 12 2015

Yellowstone Nationalpark – Ein Paradies für Fotografen und Zeitrafferaufnahmen

Der älteste und wohl auch berühmteste Nationalpark der USA ist im Prinzip nichts Anderes als ein aktiver Supervulkan. Glücklicherweise liegt der letzte Ausbruch ca. 640.000 Jahre zurück. An Hand der zahlreichen Geysire und heißen Quellen im Park merkt man aber deutlich, dass unter der Erde viel in Bewegung ist. Ein erneuter Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit, mit unvorstellbaren Folgen für unseren ganzen Planeten. Bis es soweit ist dauert es hoffentlich noch und bis dahin bietet sich uns auf knapp 9.000 Quadratkilometer ein einzigartiges und abwechslungsreiches Landschaftsbild und eine faszinierende Tierwelt. Für jeden Fotografen ein Ort unbegrenzter Möglichkeiten und glücklicherweise hat bei unserem Besuch auch das Wetter mitgespielt!

Nachfolgend findet ihr einige Bilder in unserer Galerie. Die Bilder sind vom 07.09.2015 bis zum 10.09.2015 entstanden.

Sep 01 2015

Dubai Hyperlapse: Tolles Zeitraffervideo

Ein äußerst beeindruckendes Hyperlapse-Video hat Rob Whitworth von Dubai erstellt. Durch den sehr hektischen, aber sehr professionellen Videoschnitt und die dazu passenden Toneffekte erlebt der Zuschauer eine schnelle Zeitrafferreise durch die Wüstenstadt Dubai. Für dieses Timelapse-Video hat Rob mehrere Monate gebraucht und dafür auch mit Dubai Film zusammengearbeitet, da der normale Tourist an vielen der gezeigten Orte gar keinen Zutritt erhalten würde. Also unbedingt anschauen, es lohnt sich!

Mai 09 2015

Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM im Test

Wir haben unsere beiden Tamron-Objektive 24-70 mm f/2.8 durch das Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM ersetzt und wollen bei unseren Zeitrafferaufnahmen die Messlatte höher legen, wenn es beispielsweise um Aufnahmen des Nachthimmels geht. Das genannte Canon-Objektiv ist mit 16 mm ein Super-Weitwinkelobjektiv ohne Fisheye-Effekt, weshalb noch mehr Weitwinkel für uns nicht Infrage kommen würde. Außerdem ist für uns die hohe Lichtstärke von f/2.8 sehr wichtig, doch dazu später mehr. Zwar hat Canon kürzlich mit dem EF 11-24mm f/4L USM ein neues verzeichnungsfreie Weitwinkel-Zoomobjektiv vorgestellt, doch drei Dinge haben gegen eine Anschaffung gesprochen. Zum einen wäre das der extrem hohe Preis von rund 3.000 Euro pro Objektiv, das hohe Gewicht von 1.180 Gramm statt 640 Gramm und zum anderen liegt die Lichtstärke nur bei 4.0.

Der Schritt vom Tamron auf das neue Canon-Objektiv bringt uns bei den Aufnahmen ein großes Stück weiter. So ist es uns nun dank 16 mm am Vollformat eher möglich, die Milchstraße komplett auf das Bild zu bekommen. Der Weitwinkel-Bereich hat einen weiteren Vorteil, denn wir können nun deutlich länger belichten. Ohne Weitwinkel-Objektiv ist man da nämlich schnell limitiert, denn die Sterne am Nachthimmel werden schnell zu Linien statt zu Punkten. Die Erdrotation ist also das große Problem und mit einem Super-Weitwinkelobjektiv haben wir nun „mehr Zeit“, bevor der genannte Effekt eintritt. Dank der hohen Lichtstärke von f/2.8 sind wir auch nicht gezwungen den ISO-Wert in die Höhe zu schrauben. Wir freuen uns jetzt jedenfalls auf die nächste sternenklare Nacht für einen größeren Test mit dem Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM.

Super-Weitwinkelobjektiv von Canon

Mai 03 2015

LRTimelapse 4: Das Zeitraffer-Programm (+ Video)

Das Zeitraffer-Programm LRTimelapse 4.0 (Pro) ist kurz nach dem Release von Adobe Photoshop Lightroom 6 erschienen, sodass das Timing für Neueinsteiger nicht besser sein könnte. LRTimelapse 4 vereinfacht die Erstellung von Zeitraffer-Videos und ist in Kombination mit Lightroom 6/CC das ideale Werkzeug für Timelapse-Fotografen. Von der Software LRTimelapse 4 gibt es für den privaten Gebrauch eine völlig kostenlose Free-Evaluation-Version, die unter anderem darin beschränkt ist, dass nur Bildsequenzen mit maximal 400 Bildern bearbeitet werden können – damit keine Langeweile aufkommt haben unsere Zeitraffer-Szenen übrigens selten mehr als 200 Bilder. Die LRTimelapse Private License kostet dagegen 117,81 Euro und bietet zusätzliche Funktionen wie 4K-Unterstützung. Für den kommerziellen Gebrauch ist dagegen die LRTimelapse 4 Professional License (296,31 Euro) vorgesehen (8K-Support, H.265-Export, eigene Wasserzeichen etc.).

Wozu brauche ich überhaupt LRTimelapse 4?

Mit dem Zeitraffer-Programm LRTimelapse ist es in Kombination mit Lightroom möglich, aus den bei einem Zeitraffer erstellten Einzelbildern ein einzelnes Zeitraffer-Video zu erstellen. Dabei hilft LRT dabei die Szene zu bearbeiten und für optimale Übergänge zwischen den Bildern zu sorgen. Besteht eine Zeitraffer-Sequenz beispielsweise aus 200 Einzelbildern, werden zunächst Keyframes ermittelt. Keyframes sind bedeutende Frames eurer Sequenz, die einzeln bearbeitet werden sollten (z. B. Bild Nummer 1, Nummer 100 und Nummer 200), damit später automatisch ein Übergang zu den anderen Bildern berechnet wird. Vor allem bei sich stark ändernden Helligkeitswerten ist es sinnvoll, mehrere Einzelbilder (Keyframes) zu bearbeiten, die später aneinander angeglichen werden.

Die aus unserer Sicht wohl wichtigste Funktion von LRTimelapse heißt „Deflicker“ und ist für professionelle Zeitrafferfilme wichtig. Einzelbilder sind nicht immer exakt gleich hell, was mehrere Gründe haben kann. Vorbeifliegende Wolken lassen beispielsweise unterschiedlich viel Licht durch und so kann es zu minimalen Helligkeitsschwankungen zwischen den Bildern kommen, welches als störendes Flickern wahrgenommen wird. Auch eine kleine Blende wie f/8 begünstigt ein Flickern. Empfehlenswert sind daher immer Aufnahmen mit Offenblende (z. B. f/2.8) soweit es das Objektiv zulässt. Bei der Belichtungszeit sollten ihr darauf achten, dass diese möglichst lang ist (ideal wären also 1/40 Sekunde und nicht 1/1000 Sekunde), damit Flickern nicht zu stark auftritt. Dennoch kann Flickern oftmals nicht völlig verhindert werden, weshalb LRTimelapse hier so wertvoll ist. Nachfolgend ein kleines Demo-Video, in dem dieser Effekt demonstriert wird.

 

Weiterhin können mit LRTimelapse Belichtungssprünge ausgeglichen werden, die bei der Aufnahmemethode „Heiliger Gral“ entstanden sind. Möchte man also ein Zeitraffervideo vom Tag in die Nacht aufnehmen, muss man während der Timelapse-Aufnahme immer wieder die Belichtungszeit verändern. Die Abstufungen sind allerdings nicht fein genug, sodass der Zuschauer die Abstufungen ohne Bearbeitung wahrnehmen würde. Abhilfe schafft auch hier LRTimelapse 4.

Beim MP4-Export hilft LRTimelapse das Video zu rendern. So kann unter anderem die Auflösung oder die Bildwiederholrate eingestellt werden. Sehr praktisch ist auch die Funktion „Speed“, da so die Zeitrafferaufnahme beschleunigt werden kann, wenn man später beispielsweise feststellt, dass man nicht alle zwei Sekunden, sondern alle vier Sekunden ein Bild hätte aufnehmen sollen.

Warum ist LRTimelapse und Lightroom 6 nicht nur für Zeitraffer-Fotografen interessant?

Ein absolutes Killer-Feature ist auch die Funktion „Video Workflow“, welche nicht nur für Zeitraffer-Fotografen interessant ist. Damit können Videodateien, die beispielsweise mit einer Spiegelreflexkamera, einem iPhone oder einem Camcorder aufgenommen wurden, in Einzelbilder zerlegt werden, um die Sequenz anschließend mit Lightroom 6 bearbeiten zu können. Natürlich kann man Videos auch in der Videoschnittsoftware bearbeiten, doch diese bietet längst nicht so umfangreiche Möglichkeiten, wie dies Lightroom 6 samt LRT ermöglichen. Wer also Zeitraffer-Sequenzen mit normalen Videoaufnahmen vermischen möchte, findet nun endliche eine brauchbare Möglichkeit, um hier den gleichen Look zu bekommen. Auch Lightroom-Presets können problemlos angewendet werden. In dem Video weiter oben ist auch eine Szene zu sehen, die auf diese Weise bearbeitet wurde.

Welche Neuerungen bietet LRTimelapse 4.0?

Neu in der Version 4.0 von LRTimelapse sind u. a. die visuellen Vorschauen, damit die Bearbeitung in Echtzeit angeschaut werden kann. Auch die Exportmöglichkeiten wurden erweitert (ProRes, H.265 und 8K). Besitzer von Lightroom 6 oder Lightroom CC werden sich über das Lightroom-Plugin freuen, womit ein schnelleres Rendern möglich ist. Generell ist die Unterstützung der neuen Lightroom-Version ein Thema bei LRT 4.

Apr 18 2015

Magix Video Pro X7: Test und erste Eindrücke

Die Profivideoschnitt-Software Magix Video Pro gibt es jetzt knapp ein Jahr nach Pro X6 in der Version X7. Neu in dieser Version ist u. a. das Bildstabilisierungs-Plug-in Mercalli V4 von proDAD (Tastenkürzel STRG+Shift+P). Wir haben es ausprobiert und direkt ein kleines Youtube-Vergleichsvideo mit und ohne die Mercalli-Bildstabilisierung erstellt. Bei der Mercalli-Stabilisierung wurde die Standardeinstellungen verwendet. Doch seht am besten selbst und schaut euch das Test-Video an.

Neu bei Video Pro X7 ist auch die überarbeitete Benutzeroberfläche. Es gibt nun beispielsweise einen zweiten Videomonitor. Der Programmmonitor ist für die Vorschau des Projekts gedacht, während im Quellmonitor Dateien aus dem Media Pool angezeigt werden können. Außerdem wurden die Fensterfarben geändert und Pro X7 bietet nun etwas dunklere Farben. Screenshots von Pro X6 und Pro X7 im Vergleich findet ihr auch in diesem Artikel (wir haben eine relativ kleine Fenstergröße eingestellt, damit der Vergleich besser möglich ist).

Ebenfalls neu ist die Objektverfolgung, um beispielsweise Autokennzeichen zu verpixeln. Bislang mussten dafür manuell viele Wegpunkte erstellt werden. Außerdem gibt es 20 neue Effektblenden, die auf Unschärfe-Presets basieren und 25 Action-Cam-Vorlagen. Magix Video Pro X7 ist ab sofort für rund 400 Euro erhältlich.

 

Apr 12 2015

Boston Layer-Lapse: Die Technik hinter dem Video

Manche Zeitraffer-Videos bekommen zu Recht viel Aufmerksamkeit und das Boston Layer-Lapse von Julian Tryba begeisterte Ende 2014 viele Zuschauer. Dabei wurde jede Szene zu unterschiedlichen Tageszeiten aufgenommen und im Video wechseln diese Szenen permanent und sind auf die Musik gut abgestimmt.

Doch wie hat der Zeitrafferkollege das Video genau gemacht? Bei Kessleru.com gibt es ein schönes Making-of mit einigen sehenswerten Bildern. Der 158 Sekunden lange Clip hat den Filmer 100 Stunden und 150.000 Fotos gekostet. Weitere 350 Stunden kommen für die Nachbearbeitung hinzu. Die meisten Aufnahmen machte er mit einer Canon EOS 6D und dem Canon-Objektiv EF 16-35mm 2.8 L II USM. Für die Nachbearbeitung verwendete er u. a. Adobe After Effects, Spectra Layers Pro 2, Lightroom, Photoshop und LRTimelapse. Bei Vimeo findet ihr noch einen weiteren Layer-Lapse-Film von Julian Tryba.

 

Mrz 20 2015

Sonnenfinsternis im Zeitraffer

Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond vor die Sonne. In Deutschland konnte dieses Ereignis am 20. März 2015 bei meist gutem Wetter beobachtet werden. Zumindest in Deutschland gab es aber keine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, das heißt der Mond hat die Sonne nicht vollständig abgedeckt. Da sich der Mond übrigens jedes Jahr weiter von Erde entfernt, wird es irgendwann gar keine partielle Sonnenfinsternis mehr geben. Aktuell haben wir das Glück, dass der Mond genau im richtigen Abstand zur Erde ist und dadurch die Größe am Himmel exakt der Größe der Sonne entspricht. Das ist auf jeden Fall ein großer kosmischer Zufall. :-)

Gunther Wegner hat die Sonnenfinsternis in einem Zeitrafferfilm festgehalten, den wir unten eingebettet haben. Dabei hat er die Astro-Nachführung Vixen Polarie verwendet, um die Erdrotation auszugleichen. Andersfalls würde die Sonne recht schnell wieder aus dem Kamerasucher verschwinden.

 

Mrz 17 2015

Polarlichter im Zeitraffer

In Zukunft wollen wir hier immer wieder auf neue spektakuläre Zeitraffer-Aufnahmen aus aller Welt hinweisen. Den Anfang macht der Zeitrafferkollege Sebastian Skuhra von Temponaut. Das Video zeigt die Polarlichter in Island. Schöner kann man die Nordlichter kaum einfangen und wer schon mal versucht hat von den Sternen eine Zeitraffer-Sequenz zu machen weiß, wie viel Arbeit in diesem Video steckt. Doch nun viel Vergnügen mit dem Clip.

 

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